286 Seiten | Verlag: Independently published |TB: 9,99€ | ebook: 3,99€ |  Amazon

Die Nacht, in der Dilar mit ihrer Tochter vor Hexenjägern flieht, stellt sich als Glücksfall heraus. Sie finden Hilfe und ein neues Zuhause bei der alten Aiga. Endlich erfüllt sich Dilars Traum Mayara in einer behüteten Umgebung aufwachsen zu lassen.
Doch ihr Traum ist in Gefahr.
In der Stadt begegnet man ihnen mit Misstrauen und Aiga hütet eines der Portale, die den Durchgang in die Anderswelt, der Welt der Herren und Herrinnen der Feen, darstellen.
Als ein Fremder Dilar zu viel Aufmerksamkeit schenkt, beschließt diese ihre Tochter zurückzulassen und zu fliehen. Mayara bleibt mit der älteren Frau zurück.
Dann stirbt Aiga und die inzwischen Fünfzehnjährige findet sich plötzlich vollkommen alleine in einer Welt wieder, in der Missgunst, Aberglaube und Neid vorherrschen.

Das Cover ist schön und es passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte. Der Titel „Tochter des Mondes“ ist gut gewählt und auch dieser passt sehr gut zur Handlung. Es ist in dunklen tönen gehalten und die Person ist klar vom Hintergrund abgehoben.

Es beginnt gleich mit der Verfolgung von Mayara und ihrer Mutter Dilar, die vor den Hexenjägern verfolgt werden. Man liest zu Beginn aus der Sicht von Dilar (Mayaras Mutter) und fühlt gleich mit ihr. Gleich darauf finden die beiden Zuflucht bei einer alten Hexe Aiga.
Es ist etwas ungewohnt, dass es groß keine Einleitung gibt, sondern man sich direkt in einer Verfolgung befindet. Ist etwas anders, was aber nicht bedeutet, dass ich es schlecht finde!
Im Laufe der Geschichte erfährt man allerdings nicht so arg viel über die einzelnen Charaktere. Man liest zwar aus verschiedenen Sichten, aber wirklich kennen tut man die Charaktere nicht. Ich hätte mir hier mehr Tiefe gewünscht.


Was allerdings wirklich gut war und was mir sehr Spaß gemacht hat zu lesen, ist der Sichtwechsel zwischen allen. Dieser lief flüssig und man wurde nicht aus der Story gerissen. Auch hat man die Sicht nicht nur von Dilar, Mayara und Aiga gelesen, sondern auch von den Hexenjägern, den Feen und auch einmal von der Ladenbesitzerin.

Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu verfolgen. Es ist nicht anstrengend und während dem lesen kann man gut abschalten.

Die Charaktere sind zwar gut beschrieben, hätten aber gerne etwas mehr tiefe vertragen können. Ich fand manche Ansichten etwas komisch, aber es wurde der Zeit entsprechend gut umgesetzt(denke ich). Auch wenn Mayara zufrieden mit ihrem Leben ist, fand ich es komisch, dass sie groß gar keine sozialen Kontakte hatte. Sie schien aber damit ofenbar zufrieden zu sein (und Richtung Ende, ändert es sich ja). Auch ihre Ansicht von Liebe fand ich eigen. Ich hätte es sehr schön gefunden, wenn Kiran ihre große liebe gewesen wäre, und nicht nur ein Freund. Er schien ja mehr für sie zu empfinden, auch wenn er es nicht so zugegeben hat (was ich hoffe, sonst würde eine Stelle nicht so recht Sinn ergeben).

Am Ende hätte ich gerne noch etwas mehr gelesen.

Alles in Allem war es eine gute Geschichte, was ich gerne gelesen habe. Es hat zwar an den Charakteren etwas gemangelt, aber die Umsetzung ist trotzdem gut gewesen. Die Autorin hat es gut geschafft, die Ansichten von früher aufzugreifen und erzählt nicht nur eine andere Art von Liebe, sondern drückt auch aus, wie man mit den wenigen Dingen im Leben zufrieden geben kann.

3 von 5 Sternen

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