Rezensionen

Mirabili: Der Himmel, so rot – Charline Dreyer

neobooks | 271 Seiten | ebook: 3,99€ | Amazon

 


Beschreibung


Sie denkt, sie wäre eine von vielen Überlebenden der Apokalypse. Eine Gerettete des erdlichen Weltuntergangs. Eine Geflohene auf dem fernen Planeten Mirabili. Sie weiß nicht, warum der erste Krieger der tyrannischen Herzogin sie eines nachts zu töten versucht und sie letztlich entgegen seiner Natur verschont. Sie ahnt nicht, dass ihr Leben auf dem Spiel steht, denn die beiden größten Mächte des Planeten scheinen sich gegen sie verschworen zu haben.
Er sträubt sich gegen die unermessliche Anziehungskraft, die das Menschenmädchen auf ihn hat. Er versteht seine brodelnde Leidenschaft nicht, die sie in ihm entfacht, die ihn dazu bewegt, seine Gebieterin zu verraten. Er ist ein Wesen der Nacht und der Finsternis und er hasst es, dass sie ihm Licht gibt, um welches er nie gebeten hat. Denn er ist ein Auftragskiller, zum Töten geboren und er versteht nicht, wie sie ihm seine Instinkte zu rauben vermag.
Geneviève und Jared beginnen eine Reise um Leben und Tot, denn Herzogin Jade vergisst nicht. Die Spannungen zwischen beider Herrschaftsreiche Mirabilis scheinen zu wachsen, je mehr Wahrheiten über Genevieves wirkliche Herkunft und das plötzliche Ableben des Königs ans Licht kommen.
Auch wenn Geneviève und Jared sich auf eine Weise begehren, die sie zu unterdrücken versuchen, bahnt sich der Ausbruch eines Krieges an und bald geht es um weit mehr, als sie sich je zu erträumen gewagt hätten.

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Meine Meinung


Das Cover ist sehr schön und die Person darauf ist wirklich sehr gut getroffen. Man verbindet sie automatisch mit Geneviève (der Hauptperson).
Die Kurzbeschreibung steht da nichts nach und baut eine gewisse Spannung und Erwartung in einem auf.

Immer mal wieder schmücken Zitate, wie von Göthe, die Seiten und das finde ich eine sehr nette Idee. Vor allem passen diese sehr gut in die Geschichte hinein und sind nicht willkürlich ausgewählt worden.
Nun aber zum Buch.
Ich muss sagen, ich war ziemlich enttäuscht. Durch die Kurzbeschreibung habe ich mir alles Mögliche vorgestellt. Nur nicht das.

Die Geschichte beginnt abrupt und man kommt nicht richtig hinein. Immer mal wieder schweift die Autorin in den Beschreibungen ab, aber nicht an den richtigen Stellen. Viel mehr konzentriert sie sich auf das Innenleben der Charaktere. Aber auch darin herrschen zu viele Widersprüche und leider auch Sprünge. Oft versteht man die Zusammenhänge mit den einzelnen Handlungen auch nicht. Auch nicht, wieso plötzlich von Hass zu reden ist, obwohl es keinen großen Grund dazugab. Es wird einfach zu wenig erklärt. Auch was die Liebe oder Zuneigung von den Personen angeht.

Zwischen Geneviève und Jared herrscht am Anfang erst ein Misstrauen, und als es dann plötzlich hieß, man muss abhauen, ging es voran als würden die Charaktere sagen: Okay, wenn das so ist, verliebe ich mich halt in dich.
Ich konnte mir bei diesem Vergleich richtig das Schulterzucken vorstellen.
Auch dieses verliebt sein war unbegründet. Man konnte immer wieder lesen, dass die beiden eine tiefe Verbindung zueinander haben, aber nicht wieso. Immer wieder wurde davon geredet, wie verletzt sie sind, aber ohne Erklärung. Auch Jareds Zurückweisungen und seine Sicht der Dinge waren so voller Widerspruch und so voller Sprünge, dass man das ganze Buch über nicht in die Geschichte mit einsteigen konnte.
Man hatte einfach das ganze Buch über, das Gefühl, als würde, man nur eine Idee zu einem Buch lesen, dass ausgearbeitet und überarbeitet werden müsste.

Das Ende war abrupt. Ich würde jetzt sagen, es wirft mehr fragen als Antworten auf, aber es passt einfach zu der Geschichte. Es gab wieder einen riesigen Sprung und vieles wurde wieder einfach übersprungen. Man versteht nicht, wieso die Charaktere plötzlich dort sind. Auch hilft es nicht, dass sich die Sichten immer wieder ändern. Man verwirrt so den Leser mehr. Vor allem, da alles immer zwei Mal erzählt wird. Auch gab es einige Sichten bzw. Erzählungen, die gut hätten wegbleiben können, da sie nichts groß mit der Handlung zu tun hatten.

Eine nette Idee fand ich, dass man einen kurzen Einblick ins Leben von Geneviève hatte. Aber auch dieser war einfach plötzlich da und hatte so gut wie nichts an dieser Stelle im Buch zu suchen. Auch war er umkommentiert und wirkte einfach, als habe man in schnell hinzugefügt, damit er halt drinnen ist.

Das alles klingt alles ziemlich negativ, aber es gab auch einige gute Stellen in diesem Buch. Nur waren diese zu kurz, zu ausbaufähig oder unvollendet und haben mehr zu Widersprüchen geholfen.

Die Charakteren waren, für mich, nicht vorstellbar. Man hat ja auch groß nichts über diese erfahren können. Natürlich gab es immer mal wieder gute Ansätze, aber diese hätte man ausbauen müssen. Ich konnte keine Verbindung zu diesen aufbauen, da sie sich in ihren Charakterzügen, ihren Handlungen und ihren Ansichten so oft widersprochen.


Fazit


 

Alles in allem wirkte das Buch unvollständig und ausbaufähig. Das ist wie gesagt, meine persönliche Meinung.

Die Idee hinter der Geschichte hat mir aber sehr gut gefallen.

 


Bewertung


1 von 5 Sternen